Home Archiv Links About me

 
The Sixth Sense
 
Filmfacts:
 
Originaltitel: The Sixth Sense
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan
Kamera: Tak Fujimoto
Musik: James Newton
Besetzung:
 
 

 

Malcolm Crowe: Bruce Willis 
Cole Sear: Haley Joel Osment 
Lynn Sear: Toni Collette
Anna Crowe: Olivia Williams
Vincent Gray: Donnie Wahlberg   usw.
Länge: 106 min.
Produktion: USA, 1999
 
Story:
Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) gilt als herausragender Spezialist auf dem Gebiet der Kinderpsychologie. Vom Bürgermeister der Stadt Philadelphia wird er mit einer Auszeichnung für sein Schaffen geehrt, die ihn für seine langjährige, aufopferungsvolle Arbeit entschädigt und das Ende der Vernachlässigung seiner Frau Anna (Olivia Williams) bedeuten soll. Als sich das Ehepaar Crowe anschickt das Versäumte nachzuholen, tritt unverhofft ein Einbrecher in Erscheinung und stört die getraute Zweisamkeit. Der völlig verzweifelt wirkende Eindringling, ein ehemaliger Patient von Malcolm mit dem Namen Vincent Gray (Donnie Wahlberg), bezichtigt den Psychologen mit seiner Therapie bei ihm versagt zu haben. Darauf lässt der inzwischen Erwachsene seinem Unmut freien Lauf, indem er den Wissenschaftler mit einer Kugel niederstreckt, den Revolver auf den eigenen Kopf richtet und abdrückt. Im darauffolgenden Herbst wird Dr. Crowe mit einem brisanten Patienten konfrontiert. Der achtjährige Cole Sear (Haley Joel Osment) leidet unter heftigen Angstzuständen und hütet sein eigenes Geheimnis, von welchem er nicht einmal seiner Mutter Lynn (Toni Collette) erzählt, weil er sich davor fürchtet, dass sie ihm nicht glauben könnte. Das Interesse des Kinderpsychologen für den Knaben wird geweckt, weil er die gleichen Symptome wie Vincent Gray zeigt. Seit dem blutigen Zwischenfall mit Gray hat das Leben des Dr. Crowe einige Veränderungen durchgemacht. Er hofft mit der Lösung des Falls seiner selber in Frage gestellten Tätigkeit als Psychologe und seiner inzwischen unterkühlten Beziehung zu seiner Frau neuen Aufschwung zu verleihen. Er findet jedoch nicht gleich Zugang zum Innenleben seines Patienten. Eines Tages verrät Cole dann sein Geheimnis: "Ich sehe tote Menschen!" Es handelt sich um Menschen, welche durch einen gewaltsamen Tod umkamen, und es aus diesem Grund verpasst haben ihren Mitmenschen etwas Wichtiges mitzuteilen. Der kleine Cole hat die seltene Begabung diese skurrilen Gestalten wahrzunehmen. Malcolm will dem Knaben beim Umgang mit seinem "sechsten Sinn" helfen.
 
Fazit:
"The Sixth Sense" wurde in den USA ein riesiger Kinoerfolg. Der Film von Regisseur M. Night Shyamalan lockte massenweise Menschen ins Kino und konnte sich auch hierzulande, was die Zuschauerzahlen anbetrifft, mit Leichtigkeit unter den absoluten Toptiteln etablieren. Diesen grossen Erfolg verdankt der Streifen hauptsächlich den beiden im Vordergrund stehenden Darstellern Bruce Willis und Haley Joel Osment. Action-Star Willis ist in einer für ihn eher ungewöhnlichen Rolle zu sehen, da er sich den Weg nicht mit Patronensalven in bester "Die Hard"-Manier freiballern kann, sondern andere Lösungsansätze bieten muss. Die Rolle des Psychologen und Beschützers steht dem Hollywood-Helden gut. Willis jugendlicher Patient wird von Haley Joel Osment gespielt. Es macht Spass oder vielmehr Angst dem kleinen Knirps zuzuschauen. Beim Betrachten seiner Augen wird die Panik im Innern des Jungen richtig spürbar, und man beginnt mit ihm mitzuzittern. Mit der Oscar-Nomination als bester Nebendarsteller weiss nicht nur das Cinema-Oracle die Leistung von Osment zu schätzen.
"The Sixth Sense" zählt nicht zu den konventionellen Gruselfilmen. Denn der Film von Regisseur Shyamalan verzichtet weitgehend auf Spezialeffekte und Schockszenen im Minutentakt. Vielmehr lebt der Film von der Wiedergabe der irrationalen Welt des von Osment gespielten Knaben. Zudem zeichnet er deutlich die Beziehung zwischen dem Psychologen Crowe und seinem verängstigten Patienten, aber auch das Zusammenleben des Ehepaars Crowe oder des jungen Cole mit seiner Mutter wird unter die Lupe genommen. Dies alles mag nicht darüber hinwegzutäuschen, dass "The Sixth Sense" bis zu seinem Finale ziemlich langatmig daherkommt. Der Schluss bringt dann überraschenderweise eine ganz neue Dimension zum Vorschein und entpuppt sich als genialer Schachzug. Hierbei fragt  man sich, weshalb man die offen vor Augen liegenden Indizien nicht schon früher richtig gedeutet hat. Der Schlussakt mag mich bei meiner Filmbewertung vielleicht etwas geblendet haben. Ein gelungener Gruselfilm, der auch höhere Ansprüche erfüllt, ist "The Sixth Sense" jedoch zweifelsohne.
 
Bewertung:
 
(von maximal 5 Steinen der Weisheit)
 
Links: