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The Blair Witch Project
 
Filmfact:
 
Originaltitel: The Blair Witch Project
Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez
Drehbuch: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez
Kamera: Neal Fredericks
Musik: Tony Cora
Besetzung:

 

Heather: Heather Donahue
Mike: Michael Williams
Josh: Joshua Leonard usw.
Länge: 90 min.
Produktion: USA, 1999
 
Story:
"Am 21. Oktober 1994 begeben sich die drei Filmstudenten Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams in den Black Hills Forest in Maryland. Dort wollen sie einen Dokumentarfilm über eine Spukgestalt und regionale Legende drehen, die sogenannte Hexe von Blair. Man hört nie wieder von ihnen... Doch ein Jahr später wird ihr Filmmaterial gefunden. Die erhaltenen Filmaufnahmen sind ihr Vermächtnis. Sie zeigen die letzten Tage der Filmemacher, ihre quälende fünftägige Wanderung durch den undurchdringlichen Wald und fangen die grauenerregenden Vorgänge ein, die zu ihrem Verschwinden führen."
(Quelle: http://www.blairwitch.de)
 
Fazit:
Der Film "The Blair Witch Project" wurde für ein Minimalbudget von ungefähr 40'000 Dollar produziert. Nach zweimonatiger Spielzeit hatte der Film in den USA bereits 160 Mio. Dollar eingespielt. Einen solchen Erfolg hätte wohl der begabteste Prophet, aber auch das Cinema-Oracle, nicht vorauszusagen gewagt. Das rege Zuschauerinteresse ist einer raffinierten Werbestrategie zu verdanken. Dieser Strategie liegt die Nutzung des Internets zugrunde. Mit dem Informationsmedium Internet konnte ein riesiges, vielseitiges Publikum erreicht werden, was mit den herkömmlichen Mitteln nur schwer machbar gewesen wäre. Durch eine spärliche Informationsfreigabe wurde zusätzlich das Interesse geweckt. Das Endresultat lässt sich unter den nachstehenden Website-Adressen begutachten: www.blairwitch.com (englische Seite)/ www.blairwitch.de (deutsche Seite).
Ein weiterer Pluspunkt ist die Erweckung von Authentizität des Filmes. Auf der Leinwand wird dies dadurch erreicht, dass die Abenteurer selbst als Regisseur, Kameramann und Tontechniker auftreten. Die grobkörnigen, verwackelten Bilder der 16mm Kamera und der Videokamera, welche das Publikum zu sehen bekommt, vermitteln den Glauben, dass man sich inmitten des Geschehens befindet. Phasenweise treten nur noch die düsteren, erdrückenden Aufnahmen der Dunkelheit vor die Augen, während das heftige durch Angst hervorgerufene Atmen von Heather (Heather Donahue), Mike (Michael Williams) und Josh (Joshua Leonard) zu hören ist. Auch was die Illusion der Wahrheit betrifft, haben sich die Produzenten das Internet zu Nutzen gemacht. Auf den obenstehenden Internetseiten sind zum Beispiel die aufgefundenen Filmrollen oder das Tagebuch von Heather zu sehen. Dass die Rechnung letztendlich aufgeht, bezeugt die Tatsache, dass der Ort Burkettsville, in dessen Nähe sich der Film abgespielt hat, zu einer Pilgerstätte von "Blair Witch"-Angefressenen wurde. Die böse Hexe von Blair konnte bisher noch nicht aufgespürt werden und dürfte aus diesem Grund immer noch in den Wäldern herumspuken...
Zu erwähnen wäre noch, dass die Handlung von "The Blair Witch Project" äusserst mager ausgefallen ist. Der ganze Ablauf gleicht einem aufgebesserten "Pfadilager". Das ist aber für einen Grusel-Thriller nicht von entscheidender Bedeutung. Gelungene Filme dieses Genre zeichnen sich vielmehr durch ein hohes Mass an Spannung aus. Der Nervenkitz wird hier nicht vernachlässigt. Immer wieder plagt man sich mit der Frage herum, was mit den drei Filmstudenten passieren wird? Von ihrem tragischen Verschwinden weiss man ja bereits. Zudem befolgt der Film eine Regel, welche schon Altmeister Hitchcock erfolgreich angewendet hat: Das Böse (Hexe) tritt nie vor die Augen des Publikums. Spannungsmomente sind also ausreichend vertreten. An anhaltenden Angstzuständen dürfte jedoch kaum gelitten werden.
Sein oder Nichtsein entscheidet sich meiner Meinung nach im Kopf jedes einzelnen Zuschauers. Gelingt es die Stimmung in den dunkeln Wälder von Maryland  und den frischen Duft der vorgegaukelten Realität auf sich einwirken zu lassen, wird "The Blair Witch Project" zu einem unterhaltsamen und spannenden Ereignis. Verfehlt der Film diese Wirkung, hätte man sich das Eintrittsgeld sparen und  besser einen alten Horrorstreifen ansehen können.
 
Bewertung:
 
(von maximal 5 Steinen der Weisheit)
 
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